Die Welt ist in stetigem Wandel und mit ihr die Wahrheit. In Urzeiten hatten alle die gleiche Sicht auf ein Erlebnis, haben sie doch in einer kleinen Gruppe gelebt, mit wenig Kontakt zu anderen Gruppen. Mit dem Wachstum der Population des homo sapiens wuchs die Zahl der Gruppen und Kontakte, Geschichten wurden erst erzählt, in späteren Zeitaltern aufgeschrieben. Die Reichweite von Geschichten und der Wahrheit wuchs. Geprägt erst von Hütern des Glaubens, dann von der Wissenschaft. Erstere verteidigten die Wahrheit, die ihnen nützlich schien, ihre Nachfolger waren an Objektivität orientiert, wollten Vorkommnisse klären und aufklären, Fakten erkennen, festhalten und kommunizieren. Aber die Aufklärung scheint passe´, der Mensch strebt zurück, Filterblasen sind die modernen Stammesgrenzen. Wenn wir uns in einem Aufbruch befinden, so ist es, zumindest was die Wahrheit angeht, eher ein Aufbruch zum Anfang. Mehr